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Sonntag, 17. August 2008
spinnenmann, 03:12h
Einen Wunderschoenen verehrte Leserschaft :-)
Also irgendwie wird mir nun einiges klarer, aber ich werde euch erstmal von der letzten woche erzaehlen, das geht schnell, denn es ja auch nicht wirklich viel passiert. Iwr sind letzten Samstag an den Rio Nanay aufgebrochen. der plan war eigentlich 2tage hochzufahren. wir haben uns also eingebildet ca. 200km luftlinie von Iquitos wegzukommen. aber irgendwie haben wir in 2,5 tagen bootsfahrt nur ca. 60-65km luftlinie geschafft. dieser bekackte fluss schlaengelt sich derart schlimm. eine haarnadelkurve an der naechsten...kein wunder, dass man nicht vom fleck kommt. die erste nacht haben wir wieder in nem rattenloch verbracht, aber es war etwas gehobeneres niveau, als die vorigen unterkuenfte dieser art, denn hier wurden vor die loecher, die die ratten ins die wand gefressen haben, gitter davor genagelt. als war immerhin die bude auf den ersten blick rattensicher, aber gehoert hat man die racker schon. da half auch die katze im sack nichts, die auf der "terrasse" da lag. das ist kein witz, da lag ein reissack mit nem loch von ca. 2cm durchmesser rum und da sass ne katze drin, die die besitzer des hauses ueber nacht auf den dachboden gesperrt haben gegen eben diese viecher. den naechsten morgen gings weiter flussaufwaerts und diesmal durfte ich unser krachendes geschoss von boot fahren. es ist etwas gewoehnungsbeduerftig, aber es geht schon und es macht spass. dasnn kamen wir in nen dorf an haben uns nen fuehrer fuer den busch gesucht und dann 3 tage camp auf den feldern unseres guides. war recht nett, aber der wald war nahezu tot. also er stand noch, aber saemtlichen groesseren saeugetiere und voegel waren nicht vorhanden, denn dort wird augenscheinlich alles geschossen, was auch nur eine handvoll fleisch verspricht. irgendwann mussten wir dann wieder los und haben 1 nacht im haus des guides pennen. und siehe da...da war die reinkarnation von meinem hund kolli am start. seine wiederaufstehung trug den namen boxy. das lehnte ich wehement ab!!!!! ich nannte ihn Wolly! naja...eigentlich wenig interessant fuer euch, aber ich habe mich ueber den kleeenen gefreut. bilder gibts spaeter und alle die wissen wie knolli aussah werden mir wohl zustimmen muessen!
morgen hat das rumgetroedel in Iquitos endlich ein ende, denn wir fliegen dann tarapoto. man sagt, dass die luftwaffe da hin und wieder mal nen flieger vom himmel holt, wenn sie drogentransporte vermutet...ich hoffe, dass der flieger nicht zu verdaechtig aussieht.
und tschuess bis zum naechsten mal mit hoffentlich spannenderen storries!
Also irgendwie wird mir nun einiges klarer, aber ich werde euch erstmal von der letzten woche erzaehlen, das geht schnell, denn es ja auch nicht wirklich viel passiert. Iwr sind letzten Samstag an den Rio Nanay aufgebrochen. der plan war eigentlich 2tage hochzufahren. wir haben uns also eingebildet ca. 200km luftlinie von Iquitos wegzukommen. aber irgendwie haben wir in 2,5 tagen bootsfahrt nur ca. 60-65km luftlinie geschafft. dieser bekackte fluss schlaengelt sich derart schlimm. eine haarnadelkurve an der naechsten...kein wunder, dass man nicht vom fleck kommt. die erste nacht haben wir wieder in nem rattenloch verbracht, aber es war etwas gehobeneres niveau, als die vorigen unterkuenfte dieser art, denn hier wurden vor die loecher, die die ratten ins die wand gefressen haben, gitter davor genagelt. als war immerhin die bude auf den ersten blick rattensicher, aber gehoert hat man die racker schon. da half auch die katze im sack nichts, die auf der "terrasse" da lag. das ist kein witz, da lag ein reissack mit nem loch von ca. 2cm durchmesser rum und da sass ne katze drin, die die besitzer des hauses ueber nacht auf den dachboden gesperrt haben gegen eben diese viecher. den naechsten morgen gings weiter flussaufwaerts und diesmal durfte ich unser krachendes geschoss von boot fahren. es ist etwas gewoehnungsbeduerftig, aber es geht schon und es macht spass. dasnn kamen wir in nen dorf an haben uns nen fuehrer fuer den busch gesucht und dann 3 tage camp auf den feldern unseres guides. war recht nett, aber der wald war nahezu tot. also er stand noch, aber saemtlichen groesseren saeugetiere und voegel waren nicht vorhanden, denn dort wird augenscheinlich alles geschossen, was auch nur eine handvoll fleisch verspricht. irgendwann mussten wir dann wieder los und haben 1 nacht im haus des guides pennen. und siehe da...da war die reinkarnation von meinem hund kolli am start. seine wiederaufstehung trug den namen boxy. das lehnte ich wehement ab!!!!! ich nannte ihn Wolly! naja...eigentlich wenig interessant fuer euch, aber ich habe mich ueber den kleeenen gefreut. bilder gibts spaeter und alle die wissen wie knolli aussah werden mir wohl zustimmen muessen!
morgen hat das rumgetroedel in Iquitos endlich ein ende, denn wir fliegen dann tarapoto. man sagt, dass die luftwaffe da hin und wieder mal nen flieger vom himmel holt, wenn sie drogentransporte vermutet...ich hoffe, dass der flieger nicht zu verdaechtig aussieht.
und tschuess bis zum naechsten mal mit hoffentlich spannenderen storries!
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Wie sich langsam alles aufklaert...von Korruption und Mordkomploettern
spinnenmann, 02:41h
mich kotzt dieser SCHEISSBLOG eigentlich echt an!!! der frisst jetzt sicher schon meine 4. oder 5. story, weil das was neu geschrieben wird in nem beitrag scheinbar nach der erneuten eingabe des passworts, etc. verschuett geht!!!! verdammte scheisse!!!! warum setze ich mich hier denn ne stunde hin und schreibe!?!? um dem betreiber des internetcafes mein geld zu schenken, oder was?!?!? scheissdreck!!! zum kotzen!!!! falss fragen zu den letzen tagen auftauchen sollte bitte direkt in den komment oder email, oder was weis ich dann gibts mal ne persoenliche antwort, die dann aller wahrscheinlichkeit nach nicht gefressen wir von irgendwelchen dummen doppelten passwortabfragen!!!!!
tschuess!
tschuess!
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Mittwoch, 6. August 2008
Pucallpa- Iquitos: MISSION COMPLETE
spinnenmann, 18:32h
Hauruck die Waschfrau!
Seit dem letzten lebenszeichen ist schon wieder viel wasser die sehma runtergeplaetschert und ich hatte zwischen pucallpa und iquitos nicht wirklich die chance euch auf den neuesten stand zu bringen, in ermangelung von strom oder internetzugang...also sorry erstmal!
Wir sind vor ca. 3,5 wochen in pucallpa gestartet. es ging wieder mit dem dampfer flussabwaerts. eigentlich wollten wir ja mit unserem boetchen selbst fahren, aber das war nicht so gut, denn wie sollte es auh sein, sind rech viele piraten zwischen puallpa und contamana(unser erstes ziel flussabwaerts) stresig und es ist wohl etwas gefaehrlich...muss es wohl auch irgendwie gewesen sein, denn es waren 8 bewaffnete typen mit an bord, die auch nicht zoegern, den finger am schiesseisen krumm zu machen, nur im falle, dass jemand den totenschaedel am bug mit der warnung: "prohibido abordar"--> zu deutsch: entern verboten uebersehen haben wollte. aber dazu spaeter, denn schliesslich mussten wir ja erstmal ablegen...und das mit der puenktlichkeit ist hier ja immer so ne sache, denn 5std zu spaet ist immer noch puenktlich, wir hingegen waren zur abwechslung mal unpuenktlich. diese ehrlichkeit will hier schon was bedeuten. also durften wir die erste nacht auf dem boot zwischen schnarchenden betrunkenen und groelenden kindern in der haengematte verbringen. wir sind dann doch schon mit 24std. verspaetung losgetuckert. aber irgendwie kannten die raeuber in pucallpa das schild auch nicht, den es wurde offensichtlich versucht irgendetwas sozialistisch umzulagern. die wachen waren darauf nicht so gut zu sprechen und haben den schlingeln ne ladungschrot verpasst. und als ob eine warnung nicht reicht wurde es noch 2mal probiert, denn wie heisst es so schoen:" alle guten dinge sind 3!". der tag auf dem schiff war echt mal nett, denn es waren erstaunlicherweise 8 andere gringos mit an bord. und es war auch ganz net mal nicht ueber die spritpreise oder die mengen und verpackungen der hiesigen reishaendler zu reden oder mit christiuna possen zu reissen. naja...nett wars auf jeden fall. wir haben dann auch wetten abgeschlossen, wie oft die piraten uns angreifen, also wieviele schuesse die nacht fallen werden. ich habe gewonnen...es waren wieder 3. morgens um 4 sind wir nach einer furchtbaren nacht in der haengematte in contamana angekommen. das war ein nettes slum und sah auch gar nicht so uebel aus. es gab sogar ein paar steinhaeuser und relativ sauber wars auch..muss wohl daran gelegen haben, dass der praesident von loreto von da stammt und er denen auf die finger klopft, wenn sie uebermuetig werden. wir wurden auch nicht einmal "pela cara" genannt...immerhin. soweit so huebsch. wir wollten auch so schnell wie moeglich in den busch. dumm nur, dass sonntag war und wie auch bei uns kein finger krumm gemacht wird. wir sind in taxi gestiegen und wie sollte es auch anders sein gewesen sein...der taxifahrer hatte gefaehrliches halbwissen in deutscher geschichte und hat uns seine 2 worte deutschkenntnis an den kopf geworfen( wers immer noch nicht rausgefunden hat, was er gesagt hat... kleiner tip: diese grussfloskel ist in deutschland seit 1945 verboten. sie wird in verbindung mit eimen ausgestreckten rechten arm, der gen himmel zeigt ausgefuehrt). nichts desto trotz war der hobbit( er sah irgendwie so aus) ganz nett. der ist mit uns zu den "offiziellen" nach hause gefahren und hat die rausgeklingelt. es war also halb neun und wir waren schon abmarschbereit, obwohl wir schon damit gerechnet hatten mal wieder nen tag vertroedeln zu muessen. um 11 hat uns der hobbit dann in den busch gefahren. 18km...matsch, matsch, matsch. das hat irgendwann dann doch ziemlich viel spass gemacht, wenn wir sein mopedtaxi aus der schlammpfuetze schieben mussten, denn es war zu dem zeitpunkt schon wieder egal. wir haben vorher eh schon ausgesehen wie penner und unser geruch war sowieso nicht wirklich nett. es wird wohl gerochen haben, wie eine mischung aus lange totem tier und schweiss. war trotzdem nur etwas mehr als eine stunde. da sind wir zu den heissen quellen gewandert. das ist da ein kleines schutz- und erholungsgebiet und die quellen da sind verdammt heiss und die kulisse im hintergrund war auch traumhaft...berge!!! man hat endlich mal ein ende im staendigen gruen sehen koennen. es war ein echt traumhaftes fleckchen erde. ABER wie sollte es auch anders gewesen sein, gab es wieder einen haken...dort waren 2 typen...sehr eigenartige gestalten. die haben mir dann erzaehlt, dass sie gold suchen. schoen und gut dachte ich mir, der bis dahin noch nicht viel argwohn hatte. einer von beiden hat mich ein sehr fragwuerdiges gespraech verwickelt. er hat mir den grund erzaehlt, warum sie da waren und dass denen jemand von ner goldader erzaehlt hat...blablabla...und kurz bevor er sein geheimnis gelueftet hatte war dieser jemand ploetzlich tot...."aha" dachte ich mir. in diesem moment lief der andere mit seiner flinte unterm arm vorbei. er sagte mir, dass die zum schutz gegen den juguar sei, den er im falle eines angriffs dann umnieten koenne. ich wurde misstrauisch...es ging es meinem kopf rum:"wenn jaguar angreift, dann nur von hinten und eher nachts. wozu die flinte? falls er am tag angreifen sollte, dann auch von hinten. er wuerde ins genicktbeissen und ruhe ist. wie will der den dann kalt machen. ich glaube auch nicht, dass der den kommen sieht! wozu die flinte? jagen darf er da nicht wirklich. falls doch, wo ist das totgeschossene wild?" mir wurde etwas mulmig in der magengrube, als der andere dann irgendetwas erzaehlte, was ihn wohl melancholisch machte. Sinngemaess: "es macht mich melancholisch, dass bei dieser arbeit irgendjemand immer auf der strecke bleiben muss!". Christian und Manuel waren derzeit nochmal am posten um geschirr zu holen. ich war denen also ausgeliefert. und irgendwie wurde das gespraech dann zu einem verhoer seinerseits....ich war den kranken gestalten ausgeliefert. endlich kamen die beiden zurueck. hui...erleichterung!!!
ich hab christian dann nur erzaehlt, dass die ne knarre haben und gold suchen. seine atwort war: "dann packen wir wieder zamm und pennen am posten!" der arme manuel durfte dann die nachricht in watte gepackt ueberbringen. er hat denen erzaehlt, dass die affen jeden morgen vorn am posten vorbeispazieren und das einfacher fuer uns sei...man sah denen das gesicht einschlafen. womoeglich waren wir ja eine der goldadern, die sie gesucht haben!? keine ahnung, wie auch immer. aber war mit sicherheit besser, dass wir da abgehauen sind. aber schade wars trotzdem. es war schon fast dunkel als wir da losgeroedelt sind. angekommen, zelte aufgebaut und dann in ein barmherziges koma gefallen.
die arbeit dort lief auch ganz laessig. ich hatte 2mal besuch von nem peccari( wildsau). am dritten waren sind wir morgens zu einer salzlecke vorn papageiein gegangen. 1 stunde fussmarsch. die haelfte durch nen bach. um 7 da angekommen. wir haben uns dann in so ein kleines verrottetes buedchen gehockt, um auf die aras zu warten. die zeit zog sich wie kaugummi. um 8 den ersten ara gehoert, dann um 9 den ersten gesehn. und halb elf sind die dann endlich mal eingeflogen. haben sich auch ganz schoen bitten lassen. mir tat da schon der buckel derart weh, dass ich eigentlich schon gar keinen bock mehr hatte. aber beeindruckend war das schon den bunten piepmaetzen beim dreckfressen zuzugucken.
nach 3 tagen mussten wir dann schon wieder los. da kam wieder peruanisches feeling auf...stundenlanges, sinnloses warten auf ein taxi. wenn man in peru echt nicht viel lernt, aber warten... und das ueber tage. den verstand einfach mal fuer ein paar tage abstellen. stumpf vor sich hin glotzen...wie das die peruaner in perfektion koennen. gegen nachmittag kam dann endlich eins. derselbe spass retour. in contamana dann wieder 2 tage auf die faehre warten...kam auch mit nur 1 tag verspaetung. die wollte dann uns boot nicht aufladen...hm...also auf die naechste gewartet, die dann 7uhr morgens kam. die wollten das dann auch nicht. wir hatten es mal wieder satt...mal wieder einen tag vertroedelt und eine furchtbare nacht auf ner holzpritsche am hafen verbracht...spitze!!! das hetten wir auch anders haben koennen!!! also haben wir unser boot beladen, sprit gekauft und feuer frei... bloss schnell keine zeit verlieren. wir mussten ja vor sonnenuntergang in der naechstgroesseren stadt sein. das haben wir auch geschafft. dort gegessen und in nem ranzigen, nach spritstinkendem loch gepennt und es gab natuerlich nach 11 keinen strom mehr und demnach auch kein licht. war super...habe mir auf der fahrt dahin nen sonnenstich geholt. um mitternacht bin ich aufgewacht, der widerliche spritgestank ist mir in die nase gestiegen. so schnell konnte ich meine taschenlampe gar nicht rausbuddeln, wie mich der brechreiz ueberkam. es wurde also ein schuss ins blaue, wie man so schoen sagt. natuerlich genau neben das porzellan...lecker. nun hatte ich sprit- und kotzegestank in der bude. zu allem ueberfluss gab es auch kein wasser... jammi!!! irgendwann gabs dann doch wieder wasser und ich hatte vergessen den hahn von der klospuelung zuzudrehen. habe dem hostelbesitzen damit den wasser5tank geleert. war mir recht egal, auch wenn der geflucht hat, wie ein rohrspatz, aber was stellt der vollpfosten auch ueber nacht das wasser ab?!?!
den naechsten morgen gings mit reichlich immodium und bauch dann wieder aufs boot. ging...hab den ganzen tag gepennt. irgendwann sind wir dann in juansito, der selbsternannten "hauptstadt der zukunft", angekommen. das hostel war noch 3 klassen schlechter als das vorher. dann sind war da ins beste haus am platze gegangen. die jungs wollten ein bier zwicken. die kneipe stellt man sich ungefaehrt vor, wie ein geraeteschuppen bei uns. man konnte den schriftzug:"RESTAURANT" ueber der tuer nur noch erahnen. der besitzer hat uns angeguckt, wie ein pferd, als die 2 bier wollten. der meinte ganz entruestet:"das hier ist ein restaurant. hier isst man. saufen koennt ihr dahinten!". danke dachten wir uns. aber etwas spaeter haben wir uns zum fuerstlichen diné wieder in jenes restaurant begeben. dort wurde etikette noch gross geschrieben. die haende waescht man sich dort nacht dem essen in nem spueleimer und der mund wir sich nach guter, alter mittelalterlicher sitte am tischtuch abgewischt. "aha"...dachten wir uns...so isst also die noble kundschaft, dies pikfeinen lokals. die speisekarte war auch eine augenfreude. das menu war so gigantisch, dass man sich jene gespart hatte. einheitsmenue war reis mit fisch. bei der 5. nachfrage haben die uns dann endlich spiegelei anstatt des tagealten fischs gemacht. es war ein traum...naja...der hunger hats gerade so drin behalten, denn lecker ist anders.
folgender tag: "auf nach Requena" die fahrt war mal wieder ne qual, aber was solls. nach 13 std. endlich da angekommen. haben bei nem freund von manuel gepennt. dummerweise war am naechsten tag der 187.geburtstag von peru. das hat manuel genutzt, um sich richtig den arsch zuzuziehen...der war den naechsten morgen noch so blau, der konntew kaum stehen, aber er musste ja eigentlich boot fahren. aber wir haben ihm seinen kater madig gemacht. sprit kaufen und dann den tapiche rauf! dieser fluss ist furchtbar...die biegt sich auf den kilometer 5mal. naja. wir haben dann irgendwann ne lauschige sandbank gefunden, auf der wir campierten. das einzige manko da war, dass man abends keine lampe amnachen konnte. falls mans doch mal schauen musste, wohin man da eigentlich tritt und die kopflampe anknippste ersetzte dann jeder weitere atemzug eine mahlzeit. auch die kerze, die wir brennen hatten ist nicht wirklich abgebrannt....die ist gewachsen bis das tuermchen toter viecher schliesslich die flamme geloescht haben. den darauffolgendenden tag haben wir endlich unser erstes richtiges camp im wald aufschlagen koennen. dort konnte man dann auch abends mit licht am kopp rumrennen, ohne unfreiwillig zu essen. das war absolut ab vom schuss. die viecher, die dort durch den wald springen waren auc hrecht zahm, also nicht scheu, was nur bedeuten konnte, dass die dort wenig bejagt werden. mich hat dann beim bienenfangen ne horde affen besucht. das ungewoehnliche war, dass es 3 arten waren: totenkopfaffen, kapuziner und rote huacaris. habe leider nur wenige gute bilder, denn sie waren schon noch etwas weg und hoch in den baeumen. am abend hat dann in der naehe des camps der jaguar gebruellt, aber wahrscheinlich am anderen ufer, aber keine 100meter weg und ein tapir ist ums camp geschlichen, aber gesehen haben wir die sau net! nach ein paar tagen sind auch auch da wieder weiter. nochmal flussaufwaerts und in nen bach rein gestochen. dort haben wir dann in der huette am acker von walter gepennt. dort wars auch ganz nett, aber weltbewegendes ist da nicht passiert, ausser, dass wir nem jaeger ein agouti abgekauft haben, dass wir dann gleich schoen gegrillt haben....lecker wars...nach 2wochen nur dosenfrass!
dann wieder zurueck...3 tage boot bis iquitos! ne halbe stunde vor iquitos isses dann passiert...ich dachte "nu isses aus". es haben uns typen angehalten, die mit ihren MP5 rumgewedelt haben....ich dachte mir:" jetzt haben wir piraten, etc. ueberlebt und jetzt nehmen die uns am hellichten tag aus!" es hat sich nach einigen hickhack herausgestellt, dass es die drogenfahndung war. die wollten wahrscheinlich nur ein scheinchen sehn, aber wir haben das in dem moment nicht gerafft. wir haben naehmlich deletz auch rausgefunden, wie man die bullen hier schmiert. man legt ein scheinchen in seine papiere und dann kann man hier auch mal mit 14jahren schon auto fahren. dann wird die kontrolle immer recht oberflaechlich gehalten. bei uns haben die nen blick in die sachen geworfen und haben sich ueber das ueberdimensionale handy gewundert, was wir dabei haben, bis einer rausgefunden hat, dasses ein satelittentelefon...die schlaumeier! ging glimpflich ab und gezahlt haben wir auch nichts. gut und tschuess.
gestern wie geraedert in iquitos angekommen. erstmal 2 tage auszeit nehmen, bis es ende der woche wieder losgeht. dann gehts zum rio nanay.

Lecker Aguti


unser Schlachtschiff
gruss und kuss der julius!
Seit dem letzten lebenszeichen ist schon wieder viel wasser die sehma runtergeplaetschert und ich hatte zwischen pucallpa und iquitos nicht wirklich die chance euch auf den neuesten stand zu bringen, in ermangelung von strom oder internetzugang...also sorry erstmal!
Wir sind vor ca. 3,5 wochen in pucallpa gestartet. es ging wieder mit dem dampfer flussabwaerts. eigentlich wollten wir ja mit unserem boetchen selbst fahren, aber das war nicht so gut, denn wie sollte es auh sein, sind rech viele piraten zwischen puallpa und contamana(unser erstes ziel flussabwaerts) stresig und es ist wohl etwas gefaehrlich...muss es wohl auch irgendwie gewesen sein, denn es waren 8 bewaffnete typen mit an bord, die auch nicht zoegern, den finger am schiesseisen krumm zu machen, nur im falle, dass jemand den totenschaedel am bug mit der warnung: "prohibido abordar"--> zu deutsch: entern verboten uebersehen haben wollte. aber dazu spaeter, denn schliesslich mussten wir ja erstmal ablegen...und das mit der puenktlichkeit ist hier ja immer so ne sache, denn 5std zu spaet ist immer noch puenktlich, wir hingegen waren zur abwechslung mal unpuenktlich. diese ehrlichkeit will hier schon was bedeuten. also durften wir die erste nacht auf dem boot zwischen schnarchenden betrunkenen und groelenden kindern in der haengematte verbringen. wir sind dann doch schon mit 24std. verspaetung losgetuckert. aber irgendwie kannten die raeuber in pucallpa das schild auch nicht, den es wurde offensichtlich versucht irgendetwas sozialistisch umzulagern. die wachen waren darauf nicht so gut zu sprechen und haben den schlingeln ne ladungschrot verpasst. und als ob eine warnung nicht reicht wurde es noch 2mal probiert, denn wie heisst es so schoen:" alle guten dinge sind 3!". der tag auf dem schiff war echt mal nett, denn es waren erstaunlicherweise 8 andere gringos mit an bord. und es war auch ganz net mal nicht ueber die spritpreise oder die mengen und verpackungen der hiesigen reishaendler zu reden oder mit christiuna possen zu reissen. naja...nett wars auf jeden fall. wir haben dann auch wetten abgeschlossen, wie oft die piraten uns angreifen, also wieviele schuesse die nacht fallen werden. ich habe gewonnen...es waren wieder 3. morgens um 4 sind wir nach einer furchtbaren nacht in der haengematte in contamana angekommen. das war ein nettes slum und sah auch gar nicht so uebel aus. es gab sogar ein paar steinhaeuser und relativ sauber wars auch..muss wohl daran gelegen haben, dass der praesident von loreto von da stammt und er denen auf die finger klopft, wenn sie uebermuetig werden. wir wurden auch nicht einmal "pela cara" genannt...immerhin. soweit so huebsch. wir wollten auch so schnell wie moeglich in den busch. dumm nur, dass sonntag war und wie auch bei uns kein finger krumm gemacht wird. wir sind in taxi gestiegen und wie sollte es auch anders sein gewesen sein...der taxifahrer hatte gefaehrliches halbwissen in deutscher geschichte und hat uns seine 2 worte deutschkenntnis an den kopf geworfen( wers immer noch nicht rausgefunden hat, was er gesagt hat... kleiner tip: diese grussfloskel ist in deutschland seit 1945 verboten. sie wird in verbindung mit eimen ausgestreckten rechten arm, der gen himmel zeigt ausgefuehrt). nichts desto trotz war der hobbit( er sah irgendwie so aus) ganz nett. der ist mit uns zu den "offiziellen" nach hause gefahren und hat die rausgeklingelt. es war also halb neun und wir waren schon abmarschbereit, obwohl wir schon damit gerechnet hatten mal wieder nen tag vertroedeln zu muessen. um 11 hat uns der hobbit dann in den busch gefahren. 18km...matsch, matsch, matsch. das hat irgendwann dann doch ziemlich viel spass gemacht, wenn wir sein mopedtaxi aus der schlammpfuetze schieben mussten, denn es war zu dem zeitpunkt schon wieder egal. wir haben vorher eh schon ausgesehen wie penner und unser geruch war sowieso nicht wirklich nett. es wird wohl gerochen haben, wie eine mischung aus lange totem tier und schweiss. war trotzdem nur etwas mehr als eine stunde. da sind wir zu den heissen quellen gewandert. das ist da ein kleines schutz- und erholungsgebiet und die quellen da sind verdammt heiss und die kulisse im hintergrund war auch traumhaft...berge!!! man hat endlich mal ein ende im staendigen gruen sehen koennen. es war ein echt traumhaftes fleckchen erde. ABER wie sollte es auch anders gewesen sein, gab es wieder einen haken...dort waren 2 typen...sehr eigenartige gestalten. die haben mir dann erzaehlt, dass sie gold suchen. schoen und gut dachte ich mir, der bis dahin noch nicht viel argwohn hatte. einer von beiden hat mich ein sehr fragwuerdiges gespraech verwickelt. er hat mir den grund erzaehlt, warum sie da waren und dass denen jemand von ner goldader erzaehlt hat...blablabla...und kurz bevor er sein geheimnis gelueftet hatte war dieser jemand ploetzlich tot...."aha" dachte ich mir. in diesem moment lief der andere mit seiner flinte unterm arm vorbei. er sagte mir, dass die zum schutz gegen den juguar sei, den er im falle eines angriffs dann umnieten koenne. ich wurde misstrauisch...es ging es meinem kopf rum:"wenn jaguar angreift, dann nur von hinten und eher nachts. wozu die flinte? falls er am tag angreifen sollte, dann auch von hinten. er wuerde ins genicktbeissen und ruhe ist. wie will der den dann kalt machen. ich glaube auch nicht, dass der den kommen sieht! wozu die flinte? jagen darf er da nicht wirklich. falls doch, wo ist das totgeschossene wild?" mir wurde etwas mulmig in der magengrube, als der andere dann irgendetwas erzaehlte, was ihn wohl melancholisch machte. Sinngemaess: "es macht mich melancholisch, dass bei dieser arbeit irgendjemand immer auf der strecke bleiben muss!". Christian und Manuel waren derzeit nochmal am posten um geschirr zu holen. ich war denen also ausgeliefert. und irgendwie wurde das gespraech dann zu einem verhoer seinerseits....ich war den kranken gestalten ausgeliefert. endlich kamen die beiden zurueck. hui...erleichterung!!!
ich hab christian dann nur erzaehlt, dass die ne knarre haben und gold suchen. seine atwort war: "dann packen wir wieder zamm und pennen am posten!" der arme manuel durfte dann die nachricht in watte gepackt ueberbringen. er hat denen erzaehlt, dass die affen jeden morgen vorn am posten vorbeispazieren und das einfacher fuer uns sei...man sah denen das gesicht einschlafen. womoeglich waren wir ja eine der goldadern, die sie gesucht haben!? keine ahnung, wie auch immer. aber war mit sicherheit besser, dass wir da abgehauen sind. aber schade wars trotzdem. es war schon fast dunkel als wir da losgeroedelt sind. angekommen, zelte aufgebaut und dann in ein barmherziges koma gefallen.
die arbeit dort lief auch ganz laessig. ich hatte 2mal besuch von nem peccari( wildsau). am dritten waren sind wir morgens zu einer salzlecke vorn papageiein gegangen. 1 stunde fussmarsch. die haelfte durch nen bach. um 7 da angekommen. wir haben uns dann in so ein kleines verrottetes buedchen gehockt, um auf die aras zu warten. die zeit zog sich wie kaugummi. um 8 den ersten ara gehoert, dann um 9 den ersten gesehn. und halb elf sind die dann endlich mal eingeflogen. haben sich auch ganz schoen bitten lassen. mir tat da schon der buckel derart weh, dass ich eigentlich schon gar keinen bock mehr hatte. aber beeindruckend war das schon den bunten piepmaetzen beim dreckfressen zuzugucken.
nach 3 tagen mussten wir dann schon wieder los. da kam wieder peruanisches feeling auf...stundenlanges, sinnloses warten auf ein taxi. wenn man in peru echt nicht viel lernt, aber warten... und das ueber tage. den verstand einfach mal fuer ein paar tage abstellen. stumpf vor sich hin glotzen...wie das die peruaner in perfektion koennen. gegen nachmittag kam dann endlich eins. derselbe spass retour. in contamana dann wieder 2 tage auf die faehre warten...kam auch mit nur 1 tag verspaetung. die wollte dann uns boot nicht aufladen...hm...also auf die naechste gewartet, die dann 7uhr morgens kam. die wollten das dann auch nicht. wir hatten es mal wieder satt...mal wieder einen tag vertroedelt und eine furchtbare nacht auf ner holzpritsche am hafen verbracht...spitze!!! das hetten wir auch anders haben koennen!!! also haben wir unser boot beladen, sprit gekauft und feuer frei... bloss schnell keine zeit verlieren. wir mussten ja vor sonnenuntergang in der naechstgroesseren stadt sein. das haben wir auch geschafft. dort gegessen und in nem ranzigen, nach spritstinkendem loch gepennt und es gab natuerlich nach 11 keinen strom mehr und demnach auch kein licht. war super...habe mir auf der fahrt dahin nen sonnenstich geholt. um mitternacht bin ich aufgewacht, der widerliche spritgestank ist mir in die nase gestiegen. so schnell konnte ich meine taschenlampe gar nicht rausbuddeln, wie mich der brechreiz ueberkam. es wurde also ein schuss ins blaue, wie man so schoen sagt. natuerlich genau neben das porzellan...lecker. nun hatte ich sprit- und kotzegestank in der bude. zu allem ueberfluss gab es auch kein wasser... jammi!!! irgendwann gabs dann doch wieder wasser und ich hatte vergessen den hahn von der klospuelung zuzudrehen. habe dem hostelbesitzen damit den wasser5tank geleert. war mir recht egal, auch wenn der geflucht hat, wie ein rohrspatz, aber was stellt der vollpfosten auch ueber nacht das wasser ab?!?!
den naechsten morgen gings mit reichlich immodium und bauch dann wieder aufs boot. ging...hab den ganzen tag gepennt. irgendwann sind wir dann in juansito, der selbsternannten "hauptstadt der zukunft", angekommen. das hostel war noch 3 klassen schlechter als das vorher. dann sind war da ins beste haus am platze gegangen. die jungs wollten ein bier zwicken. die kneipe stellt man sich ungefaehrt vor, wie ein geraeteschuppen bei uns. man konnte den schriftzug:"RESTAURANT" ueber der tuer nur noch erahnen. der besitzer hat uns angeguckt, wie ein pferd, als die 2 bier wollten. der meinte ganz entruestet:"das hier ist ein restaurant. hier isst man. saufen koennt ihr dahinten!". danke dachten wir uns. aber etwas spaeter haben wir uns zum fuerstlichen diné wieder in jenes restaurant begeben. dort wurde etikette noch gross geschrieben. die haende waescht man sich dort nacht dem essen in nem spueleimer und der mund wir sich nach guter, alter mittelalterlicher sitte am tischtuch abgewischt. "aha"...dachten wir uns...so isst also die noble kundschaft, dies pikfeinen lokals. die speisekarte war auch eine augenfreude. das menu war so gigantisch, dass man sich jene gespart hatte. einheitsmenue war reis mit fisch. bei der 5. nachfrage haben die uns dann endlich spiegelei anstatt des tagealten fischs gemacht. es war ein traum...naja...der hunger hats gerade so drin behalten, denn lecker ist anders.
folgender tag: "auf nach Requena" die fahrt war mal wieder ne qual, aber was solls. nach 13 std. endlich da angekommen. haben bei nem freund von manuel gepennt. dummerweise war am naechsten tag der 187.geburtstag von peru. das hat manuel genutzt, um sich richtig den arsch zuzuziehen...der war den naechsten morgen noch so blau, der konntew kaum stehen, aber er musste ja eigentlich boot fahren. aber wir haben ihm seinen kater madig gemacht. sprit kaufen und dann den tapiche rauf! dieser fluss ist furchtbar...die biegt sich auf den kilometer 5mal. naja. wir haben dann irgendwann ne lauschige sandbank gefunden, auf der wir campierten. das einzige manko da war, dass man abends keine lampe amnachen konnte. falls mans doch mal schauen musste, wohin man da eigentlich tritt und die kopflampe anknippste ersetzte dann jeder weitere atemzug eine mahlzeit. auch die kerze, die wir brennen hatten ist nicht wirklich abgebrannt....die ist gewachsen bis das tuermchen toter viecher schliesslich die flamme geloescht haben. den darauffolgendenden tag haben wir endlich unser erstes richtiges camp im wald aufschlagen koennen. dort konnte man dann auch abends mit licht am kopp rumrennen, ohne unfreiwillig zu essen. das war absolut ab vom schuss. die viecher, die dort durch den wald springen waren auc hrecht zahm, also nicht scheu, was nur bedeuten konnte, dass die dort wenig bejagt werden. mich hat dann beim bienenfangen ne horde affen besucht. das ungewoehnliche war, dass es 3 arten waren: totenkopfaffen, kapuziner und rote huacaris. habe leider nur wenige gute bilder, denn sie waren schon noch etwas weg und hoch in den baeumen. am abend hat dann in der naehe des camps der jaguar gebruellt, aber wahrscheinlich am anderen ufer, aber keine 100meter weg und ein tapir ist ums camp geschlichen, aber gesehen haben wir die sau net! nach ein paar tagen sind auch auch da wieder weiter. nochmal flussaufwaerts und in nen bach rein gestochen. dort haben wir dann in der huette am acker von walter gepennt. dort wars auch ganz nett, aber weltbewegendes ist da nicht passiert, ausser, dass wir nem jaeger ein agouti abgekauft haben, dass wir dann gleich schoen gegrillt haben....lecker wars...nach 2wochen nur dosenfrass!
dann wieder zurueck...3 tage boot bis iquitos! ne halbe stunde vor iquitos isses dann passiert...ich dachte "nu isses aus". es haben uns typen angehalten, die mit ihren MP5 rumgewedelt haben....ich dachte mir:" jetzt haben wir piraten, etc. ueberlebt und jetzt nehmen die uns am hellichten tag aus!" es hat sich nach einigen hickhack herausgestellt, dass es die drogenfahndung war. die wollten wahrscheinlich nur ein scheinchen sehn, aber wir haben das in dem moment nicht gerafft. wir haben naehmlich deletz auch rausgefunden, wie man die bullen hier schmiert. man legt ein scheinchen in seine papiere und dann kann man hier auch mal mit 14jahren schon auto fahren. dann wird die kontrolle immer recht oberflaechlich gehalten. bei uns haben die nen blick in die sachen geworfen und haben sich ueber das ueberdimensionale handy gewundert, was wir dabei haben, bis einer rausgefunden hat, dasses ein satelittentelefon...die schlaumeier! ging glimpflich ab und gezahlt haben wir auch nichts. gut und tschuess.
gestern wie geraedert in iquitos angekommen. erstmal 2 tage auszeit nehmen, bis es ende der woche wieder losgeht. dann gehts zum rio nanay.

Lecker Aguti


unser Schlachtschiff
gruss und kuss der julius!
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