Donnerstag, 17. Juli 2008
Wie Peterchen Bin Laden getroffen hat und zu seinem Wolf kam
Einen wunderschoenen und so!!!!


Sorry erstmal, dass ich ich erst jetzt wieder tippse, aber die letzte story hat mal wieder der bekackte rechner hier gefressen. mal schauen, ob ichs nochmal zusammenbekomme, in aller kuerze:

also irgerndwann vor ca. 2 wochen sind wir von pucallpa aus, in unserem geschoss von boot, in richtung Panguana am rio pachitea aufgebrochen. sind dann dann in nen dorf gekommen, in dem wir angefragt haben, ob wir da pennen duerften und haben ne sauebere abfuhr bekommen, denn wie sich spaeter herausgestellt hat, war das ne als oeko-forstbetrieb getarnte kokaplantage und das "dorf" war die kaserne fuer die wachleute. also sind wir noch ne stunde weiter rauf geplaetschert und dann in dorf Honoria mussten wir endgueltig absteigen. das war auch ein echtes dorf, aber die leute da haben trotzdem nen dachschaden, denn es hat nicht lange gedauert, dass wir ueber unseren 2. fuehrer mitgeteilt bekommen haben, dass wir den naechsten morgen verschwinden mussen, denn wir seien ja nur gekommen, um die kinder da kalt zu machen und aufzuessen also sind wir dann von dannen gezogen und zwar wieder in richtung pucallpa, denn etwas flussabwaerts hat unser 2. fuehrer ne kleine farm, wo wir wohl haetten campieren koennen, aber pustekuchen... dasselbe spiel wie vorher...eine klare absage und das diesmal sogar vom ortsvorsteher. also zurueck ins hotel. abends haben uns dann die 2 pappnasigen guides erzaehlt, dass im letzteren dorf schon hellste aufregung gewesen sei, da gesichtsabschneider( Pela-caras...also wir) im dorf sind, welche dann die kommende nacht zum opferstock gefuehrt werden sollten...schwein gehabt! da hab ich mich doch direkt etwas gefreut im grauen pucallpa zu sein! das muss man sich mal geben..die trottel hier glauben allen ernstes, dass wir 10000km angereist kommen und das nur um sich deren haessliche gesichter ueber das eigene, vielleicht nicht unbedingt das schoenere, aber zumindest der gewohnte anblick im spiegel, zu ziehen wie eine maske...und das glauben die hier wirklich!!!! kommenden morgen haben wir uns ein taxi genommen, um endlich nach panguana zu kommen. das waren 7 h schlammige holperpiste mit flusspassagen. war recht nett, aber schlafen konnte man bei dem gepolter nicht so gut, wenn der schaedel in unregelmaessigen abstaenden gegen die scheibe knallt, falls man doch mal eingenickt sein sollte. endlich waren wir dann in panguana....das war vielleicht mal geil...endlich mal leute, die die hosen nicht mit der kneifzange anziehen und die auch lachen koennen und nicht die wilden fratzenabschneider- stories glauben. das waren 5 echt schoene tage da. die station muss sich vorstellen, wie "unsere kleine farm". arbeit lief auch recht gut.
Letzen sonntag haben wir dann so ne touristentour gemacht. das war uns einfach sicherer. 10 stunden boot fahren und das war sooo langsam, dass man haette in der nase polpend dabeben herlaufen koennen. dann mal wieder pennen in nem dorf.das erste mal im zelt in peru. geschlafen habe ich absolut scheisse, denn das zelt ist etwas zu klein fuer 2 leute und es war zu heiss, um die aussentuer zu zumachen. nach einigen rumgewaelze habe ich dann ne angenedhme schlafposition gefunden...dumm nur, dass dabei mein zarter hintern das moskitonetz beruehrt hat. die kommen da zwar nicht rein, aber durch mit ihrem ruessel...dementsprechend sieht mein arsch jetzt aus. dann sind wir mit den huehner aufgestanden und zu nem haeusschen getrabt...das war vielleicht ein gebuckel..ca. 11km fussweg...das allein ist ja nicht wirklich wild, aber ca die haelfe war zumindest gut schlammig, also mindestens knoecheltief. zu anfang kamen einige tuempel ueber die nur ein baumstamm lag, den man dann balancierend passieren musste. auf zur tat! bepackt wie ein esel , vorn und hinten nen rucksack am koerper, gings los. die ersten 5 meter gingen gut bis ich dann das gleichgewicht verloren habe und mal eben die tiefe des gewaessers sondiert habe...war tiefer als gedacht( ich habe in dem moment nur mit einer fuellung der gummistiefel gerechnet), aber scheisse wars...keine ahnung wie tief genau, denn messen wollte ich da nicht nocht, aber zumindest so tief, dass ich nicht drin stehen konnte. ich habe es zum glueck irgendwie geschafft den vorderen rucksack, in dem die ganze technik war, ueber wasser zu halten und konnte meine kamera retten. pitschnass gings dann noch ca. 8-9km durch matsch und sumpf und da nasse klamotten irgendwie die bloede angewohnheit haben bei naesse unbequem zu werden habe ich mir den schoensten wolf aller zeiten gelaufen....gegen ende sah mein gang sicher so aus, wie der eines traechtigen bartfrau-weibchens. war ich froh, als wir dann endlich die verratzte huette erreicht haben, in welche eine junge familie mit 2 kindern lebt. christian und ich haben uns schon schief gelacht, als mama den namen des kleinen gerufen hat, dass klang immer wie "bing"...geiler name dachten wir uns...auf alle faelle lustig. was wir bis dahin aber nicht wussten, dass wir, ohne es zu wissen an einem tisch mit dem terrorfuerst persoenlich sassen. es stellte sich heraus, dass der arme junge "Bin Laden" heisst...wir kugelten uns wieder vor lachen. kunden schickts amt!!!! gestern dann zurueck... recht reibungslos und auch ohne unfreiwillig baden zu gehen.
noch kurz zum essen der eingeborenen: es schmeckt am besten, wenn man bei dunkelheit in die huetten kommt, denn dann sieht man das elend nicht so genau, denn so ne art hiegiene ist hier nur im ansatz erkennbar, also isses besser wenn man nicht sieht, was man vorgesetzt gekommt.
morgen gehts dann mit der faehre nach Contamana. ich melde mich von dort wieder, sofern es da internet gibt!
ICh aufm Koka-Acker
da bin ich in ner Kokaplantage

bin laden ist gerade unpaesslich
der kleine da ist Bin Laden, aber der Terrorfuerst ist wohl unpaesslich

petri heil!!

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Donnerstag, 3. Juli 2008
Viereinhalb Tage des stumpfen Dahinsiechens
Tach auch!!!!

Juhu ich lebe und ich hoffe, dass mir die Beulenpest erspart bleibt...die letzten 4,5 Tage waren echt komisch, denn die haben wir auf ner Amazonasfaehre verbracht, die uns von Iquitos nach Pucallpa geschippert hat. das sind luftlinie ca. 580km, aber wahrscheinlich 1000km aufm dem fluss. war das anstrengend und stumpf...die tristesse konnte man nur mit viel alkohol halbwegs ertraeglich machen. das haben wir am ersten abend auch gemacht. Es gab cafesito alemanesito(der name is ne simple eigenkreation, das gesoeff an sich is nur cola mit billigem rum). das hat gereicht, um sich in der ersten nacht die ohren vom motorengeboller und den rest vor staendigen vibrationen zu betaeuben. dekadent, wie wir nun mal sind haben wir uns auch ne kajuete auf dem seelenverkaeufer genommmen. dort dann auch knastaehnliche zustaende, aber kleiner. immerhin hatten wir ne eigene dusche und ne eigene kacktasse in dem pferch. dumm nur dass da keine brille drauf war und dass einen die seuche schon regelrecht angegrinst hat. ausserdem kam aus saemtlichen wasserhaehnen nurt flusswasser. das sah dann so aus, dass das wasser in iquitos dunkelbraun war, weiter oben wars es dann schwarz und noch weiter oben dann hell grau. In diesem Stadium haben wir die gunst der stunde zum duschen genutzt, also an tag 3 des Uebels. unser kurzfristiger wohlgeruch hat auch direkt eine peruvitin animiert mit uns anbandeln zu wollen, aber wir haben sie zu tode gelangweilt und damit in die flucht geschlagen...war mir diese halbe stunde vielleicht unangenehm...brrrr...nun zum essen auf dem dampfer. es gab reis und bohnen fast jedem morgen dazu optional Fisch( im ganzen) oder ein kuemmerliches stueck huhn, was ich aber vorsichtshalber immer unserem feldassitenten angedreht habe. es gab auch mal fischsuppe(also wasser mit fischbroeckchen und graehten), aber als ich die gesehen habe musste ich gleich wieder an das klo denken, welches ich so gut wie moeglich meiden wollte. mittags dann wieder reis und bohnen und wieder huhn oder reis. das waren viereinhalb tage ohne kulinarische erlebnisse, denn ich habe mich an reis mit bohnen gehalten und dazu immer noch gut tabsco draufgekippt, in der hoffung die parasiten gleich damit toeten zu koennen. und ich habe den pott nur fuer die kleinen konferenzen nutzen muessen, umso ausgiebiger war dann die sitzung im hotel.
heute gings dann alles hoppla-hopp. haben ein boot gekauft (ein scharfes teil!!!!), proviant, und alles was dazu gehoert. morgen gehts dann in aller fruehe in richtung suedwesten auf den rio pachitea. werden jetzt erstmal ca. 2 wochen weg sein.

bis dahin!

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