Sonntag, 30. September 2007
La Selva- Der Wald
Hallo alle!

nun hat mich die zivilisation wieder. wir sind am 5. gestartet, morgens in aller fruehe und haben uns aufs collctivo begeben. das is ne art wassertaxi mit zeug-mitnahmemoeglichkeit( sprich lebensmittel, wie bier, bananen, lebende schweine, kuehe, huehner....). mittendrin wir. war recht komisch. um von A nch B auf dem boot zum kommen musste man sich an den haengematten langhangeln, die die anderen mitfahrer aufgespannt hatten und ueber besagte lebensmittel steigen. naja, jedenfalls lag bei uns ein kleines schwein auf dem dach, direkt ueber uns. und da es in der natur des schweines liegt, seine koerperfunktionen nicht zu kontrollieren und sich an dafuer vorgesehenen plaetzen zu entleeren, hat es halt aufm dach gepisst. der ganze seeeche nahm dann in einem kleinen rinnsal den weg nach unten und traf sich dann auf halbem weg mit evas schulter. die war net so begeistert und das gequieke entsprechnd gross. aber die soll sich mal net so ham, die alte oeko-tante. das is ja schliesslich auch ein naturprodukt. pipi soll ja auch die ein oder andere heilwirkung haben. nan ja also sind wir dann weiter gezuckelt. das war dann echt anstrengend, weil 12 stunden fahrt auf dem kahn machen echt fertig. wir sind dann um 21 uhr in chino angekommen, bei stroemendem regen und haben unser lager bei ner familie des dorfes aufgeschlagen. den naechsten morgen sind wir mit den huehnern aufgestanden und haben uns auf den weg zur station gemacht. dann sin wir 4 std. durch den wald gestapft und dann haben wir endlich unser heim fuer die naechsten 3 wochen erreicht.
die 3 wochen gingen doch recht schnell vorueber. es war ja eigentlich auch kein grund da um da weg zu wollen. unsere haushaelterin war ne hervorragende koechin und hat aus wenig echt viel gemacht. gegen ende war aber damit auch fast schon vorbei. dann gabs nur noch reis mit bohnen, bohnen mit reis oder zur abwechslung auch mal linsen und pasta. da die nahrung arg huelsenfruchtlastig war war die duft- und geraeuschkullisse des naechtens dementsprechend. aber das hat mich ja net so richtig interessiert, da ich nachts ja eh immer im wald unterwegs war. da kanns ja duften und klingen wie´s will, dann war ich ja meist alleine. naja oder ich sass mit bei simon rum, der da seine fledermaeuse gefangen hat(fuer diplomarbeit). dann gabs immer viel zeit fuer philosophie( maenner philosophie) so zum beispiel: "ein kaltes bier waer jetzt net schlecht...oh ja, das waer n traum!"
der wald ist nachts auch teilweise ganz schoen unheimlich, im streifgebiet des tapiers und des jaguars. irgendwann nachts ist mir auch fast das herz stehen geblieben, als irgendwas groesseres mit umheimlichem tamtam vor mir getuermt ist....boah hat ich da die hosen voll.
gestern sind wir dann zurueck gekommen. war ein echter scheisstrip..4std auf nem boot, was kein dach hat, bei tropischem dauerregen. ich hatt es soooooo satt! dann sind wir gegen 13uhr im hotl eingeschlagen. und sind erstmal hier in den burger-schuppen gegangen und haben uns den fetteigsten und groessten burger reingefahren, den die hatten. da war vielleicht ein fest. aber was noch viel besser war, war der erste schiss auf nem echten porzellanklo und net ueber nem loch im urwaldboden mit muecken und fliegen.

das wars erstmal bis spaeter. liebe gruesse

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Na herzlich willkommen
Hallo Spinnenmann,hatte heute früh (ca.8 Uhr)MEZ schon mal kommentiert. Die dich kennende Umweld ist schon informiert und echt gespannt. Dein Bericht klingt ja toll. Von den Tapieren und ihren Lebensräumen habe ich gehört und wollte dich befragen.Machen wir am 10. bei der Fotoschau und
einem guten Tropfen. Oder. Die alte männliche Spinne hat sich über die verpassten Anrufe richtig gekrämt.
Naja,so ist es im Leben. Macht es euch noch bissel schön und tschüssi , deine alten Spinnen.

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