Mittwoch, 17. September 2008
Der letzte Streich
SCHUUUUULTZ!!!

die letzten 2 wochen waren mal wieder nicht wirklich spannend. kein nervenkitzel auf des messer schneide oder so, aber schoen waren sie. wir haben uns hier in puerto maldonado schlau gemacht, was man hier so arbeitstechnisch anstellen koennte und so blieben uns nur die reservate ueber, denn sonnst ist die wahrscheinlichkeit recht gering einen intakten wald zu finden. also wir wir in das buero vom tambopata nationalreservat gedackelt und haben um audienz gebeten. die haben uns gesagt: ! nix is! nich ohne touri-fuehrer". nun gut. wir haben so nen klapperkopp ins hotel geschickt bekommen. ein widerliches maennlein. etwas juenger als ich. war schon geschlagene zweimal im reservat und kennt sich dort natuerlich bestens aus. viel heisse luft gabs bei dem gespraech. "da muessen wir wohl durch!", dachten wir uns. also sind wir den naechsten dahin und haben stolz unseren guide vorgezeigt und haben uns die eintrittskarten gekauft. aber irgendwie hatten wir ein schlechtes gefuehl mit dem vogel und dem gedanken, dass wir den penner fuer 5 tage bezahlen muessen und das taeglich 30 dollar kostet. und er waere noch nichtmal ein zehntel davon wert gewesen, da wir keine verwendung fuer ihn gehabt haetten. aber wir hatten ja einen findigen bootsfahrer gefunden, der meinte, dass wir die schnarchnase nicht brauchen. wir haben ihm aber zugesagt. also was tun?! wir haben uns an die erfahrungen von der anreise erinnert. also spielen wir das spiel auf peruanisch. christian hat markiert krank zu sein und wir muessten abresien, etc. blabla. haben ihn weggeschickt und sind 10min spaeter zum hafen gefahren. dort dann aufs pekepeke(=boot mit arschlangsamem motor). wir hatten anderthalb tage darauf vor uns und das wetter war natuerlich arschkalt( ca. 18grad). wir haben gefrohren und der schlaf auf der dumpf tuckernden nussschale war auch beschissen. als ich ausgestiegen bin habe ich mich gefuehlt wie besoffen und vom 20tonner ueberfahren. wir haben die nacht auf ner sandbank gecampt. gut wars auch, dass wir unsere zelte auf den hoechsten punkt eben jener sandbank hochgezogen haben. ihr glaubt gar nicht wie doof man gucken kann, wenn das boot, was den abend vorher noch ca. 30m weiterweg stand dann morgens direkt vorm zelt steht... in etwa wie ein marder untern reisighaufen. der fluss ist also ueber nacht ca. 1,2m gestiegen und es hat wenig gefehlt, das uns das wasser wachgekuesst haette. wir haben dann zusammengeraeumt und weiter gings. irgendwann sind wir dann im wald angekommen. haben uns den zeltplatz frei gehackt. den naechsten tach hiess es arbeit. auf dem weg haben wir dann diverse schlammpfuetzen ueberqueren muessen, was aber recht geil war, denn die haben das seile drueber gespannt und mann musste drueberbalancieren. allerllei tiere haben wir auch gesehn. und die waren noch nicht mal scheu! so kanns halt sein, wenn das getier nicht bejagd wird. das allergeilste was ich je erlebt habe wir dann auf dem rueckweg. ich stand auf einmal in ner riesigen herde von pecaris. ich habe ca. 30 stueck sehen koennen und die haben mich nicht wirklich registriert. bammel hatte ich da schon, denn den viechern wird nachgesagt, dass sie schonmal nen jaguar zerfladdern und auffessen. irgendwann habe ich mir also ein herz gefasst und auf den busch gehauen, um sie aufzuscheuchen. das war als ob die hoelle losbricht!!! aus alles winkeln sind die vor mir geflohen. das waren mit sicherheit mehr als 100 stueck. absolut beeindruckend. jede menge anderes getier haben wir noch gesehen, u.a. klammeraffen, springaffen, etc. die fast ueberall ausgerottet oder absolut scheu sind. den letzten tag haben wir uns dann noch die ara-salzlecke angeeschaut, die man auf zig tierfilmen kennt. ziemlich buntes treiben da. dann wieder aufs boot und zurueck nach maldonado. von da aus dann die letzte station unserer arbeitstournee klargemacht. es ging auf die CICRA feldstation, die aber irgendwie eher an ne ferienanlage erinnert. es hat nur der pool gefehlt. echt schoen da, aber irgendwie habe ich mir fuer die letzte station was richtig rustikales gewuenscht. so in die richtung, dass wir nur zelt, schlafsack und toepfe mitnehmen und die nahrung selbst jagen muessen. zum kroenenden abschluss dann dieses warmduscherprogramm! grossartig!!!! wenigsten war die anreise andersartig. wir sind auf nem lastenkahn da hingeschiggert. 2 riesige motoren, reisesaecke, obst, gemuese, 20 andere menschen und wir. das 10 stunden. aber halb so wild. den gestrigen, also letzten abend haben wir bei anderhalb flaschen rum ausklingen lassen. heute gings mit dem schnellboot innerhalb von 3stunden zurueck...so kanns auch gehen.
jetzt heisst es urlauuuuuub!!!!


Prost!

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