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Donnerstag, 3. Juli 2008
Viereinhalb Tage des stumpfen Dahinsiechens
spinnenmann, 01:03h
Tach auch!!!!
Juhu ich lebe und ich hoffe, dass mir die Beulenpest erspart bleibt...die letzten 4,5 Tage waren echt komisch, denn die haben wir auf ner Amazonasfaehre verbracht, die uns von Iquitos nach Pucallpa geschippert hat. das sind luftlinie ca. 580km, aber wahrscheinlich 1000km aufm dem fluss. war das anstrengend und stumpf...die tristesse konnte man nur mit viel alkohol halbwegs ertraeglich machen. das haben wir am ersten abend auch gemacht. Es gab cafesito alemanesito(der name is ne simple eigenkreation, das gesoeff an sich is nur cola mit billigem rum). das hat gereicht, um sich in der ersten nacht die ohren vom motorengeboller und den rest vor staendigen vibrationen zu betaeuben. dekadent, wie wir nun mal sind haben wir uns auch ne kajuete auf dem seelenverkaeufer genommmen. dort dann auch knastaehnliche zustaende, aber kleiner. immerhin hatten wir ne eigene dusche und ne eigene kacktasse in dem pferch. dumm nur dass da keine brille drauf war und dass einen die seuche schon regelrecht angegrinst hat. ausserdem kam aus saemtlichen wasserhaehnen nurt flusswasser. das sah dann so aus, dass das wasser in iquitos dunkelbraun war, weiter oben wars es dann schwarz und noch weiter oben dann hell grau. In diesem Stadium haben wir die gunst der stunde zum duschen genutzt, also an tag 3 des Uebels. unser kurzfristiger wohlgeruch hat auch direkt eine peruvitin animiert mit uns anbandeln zu wollen, aber wir haben sie zu tode gelangweilt und damit in die flucht geschlagen...war mir diese halbe stunde vielleicht unangenehm...brrrr...nun zum essen auf dem dampfer. es gab reis und bohnen fast jedem morgen dazu optional Fisch( im ganzen) oder ein kuemmerliches stueck huhn, was ich aber vorsichtshalber immer unserem feldassitenten angedreht habe. es gab auch mal fischsuppe(also wasser mit fischbroeckchen und graehten), aber als ich die gesehen habe musste ich gleich wieder an das klo denken, welches ich so gut wie moeglich meiden wollte. mittags dann wieder reis und bohnen und wieder huhn oder reis. das waren viereinhalb tage ohne kulinarische erlebnisse, denn ich habe mich an reis mit bohnen gehalten und dazu immer noch gut tabsco draufgekippt, in der hoffung die parasiten gleich damit toeten zu koennen. und ich habe den pott nur fuer die kleinen konferenzen nutzen muessen, umso ausgiebiger war dann die sitzung im hotel.
heute gings dann alles hoppla-hopp. haben ein boot gekauft (ein scharfes teil!!!!), proviant, und alles was dazu gehoert. morgen gehts dann in aller fruehe in richtung suedwesten auf den rio pachitea. werden jetzt erstmal ca. 2 wochen weg sein.
bis dahin!
Juhu ich lebe und ich hoffe, dass mir die Beulenpest erspart bleibt...die letzten 4,5 Tage waren echt komisch, denn die haben wir auf ner Amazonasfaehre verbracht, die uns von Iquitos nach Pucallpa geschippert hat. das sind luftlinie ca. 580km, aber wahrscheinlich 1000km aufm dem fluss. war das anstrengend und stumpf...die tristesse konnte man nur mit viel alkohol halbwegs ertraeglich machen. das haben wir am ersten abend auch gemacht. Es gab cafesito alemanesito(der name is ne simple eigenkreation, das gesoeff an sich is nur cola mit billigem rum). das hat gereicht, um sich in der ersten nacht die ohren vom motorengeboller und den rest vor staendigen vibrationen zu betaeuben. dekadent, wie wir nun mal sind haben wir uns auch ne kajuete auf dem seelenverkaeufer genommmen. dort dann auch knastaehnliche zustaende, aber kleiner. immerhin hatten wir ne eigene dusche und ne eigene kacktasse in dem pferch. dumm nur dass da keine brille drauf war und dass einen die seuche schon regelrecht angegrinst hat. ausserdem kam aus saemtlichen wasserhaehnen nurt flusswasser. das sah dann so aus, dass das wasser in iquitos dunkelbraun war, weiter oben wars es dann schwarz und noch weiter oben dann hell grau. In diesem Stadium haben wir die gunst der stunde zum duschen genutzt, also an tag 3 des Uebels. unser kurzfristiger wohlgeruch hat auch direkt eine peruvitin animiert mit uns anbandeln zu wollen, aber wir haben sie zu tode gelangweilt und damit in die flucht geschlagen...war mir diese halbe stunde vielleicht unangenehm...brrrr...nun zum essen auf dem dampfer. es gab reis und bohnen fast jedem morgen dazu optional Fisch( im ganzen) oder ein kuemmerliches stueck huhn, was ich aber vorsichtshalber immer unserem feldassitenten angedreht habe. es gab auch mal fischsuppe(also wasser mit fischbroeckchen und graehten), aber als ich die gesehen habe musste ich gleich wieder an das klo denken, welches ich so gut wie moeglich meiden wollte. mittags dann wieder reis und bohnen und wieder huhn oder reis. das waren viereinhalb tage ohne kulinarische erlebnisse, denn ich habe mich an reis mit bohnen gehalten und dazu immer noch gut tabsco draufgekippt, in der hoffung die parasiten gleich damit toeten zu koennen. und ich habe den pott nur fuer die kleinen konferenzen nutzen muessen, umso ausgiebiger war dann die sitzung im hotel.
heute gings dann alles hoppla-hopp. haben ein boot gekauft (ein scharfes teil!!!!), proviant, und alles was dazu gehoert. morgen gehts dann in aller fruehe in richtung suedwesten auf den rio pachitea. werden jetzt erstmal ca. 2 wochen weg sein.
bis dahin!
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